Das Bodetal
Das wildromantische Wasserschauspiel

Die Kalte Bode
Die Bode ist der größte Fluss des Harzes. Die Kalte Bode entspringt im Oberharz am Fuß des Königsberg, sie sucht ihren Weg nach Schierke. Im Frühjahr hat sie auf diesem kurzen Stück schon gewaltige Wassermassen ins Tal zu bringen. Durch das Elendstal, ein wildromantisches Tal zwischen Schierke und Elend erlebt man die Kalte Bode im Frühjahr gewaltig, im Sommer als gemächliches Wässerchen, im Herbst nach starken Regenfällen als stürmische und im Winter als Schönheit, denn die Eisgebilde am Wasser lassen jeder Fantasie freien Lauf. Wenige Kilometer hinter Elend wird sie im Mandelholzer Rückhaltebecken gebändigt und je nach Bedarf auf die Reise geschickt, bis sie hinter Königshütte sich mit der Warmen Bode vereinigt.

Die Warme Bode
Die Warme Bode entspringt unweit der Kalten Bode am Fuß des Wurmbergs, sie sucht ihren Weg durch Braunlage und fließt in Richtung Sorge, von der Landesgrenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt verläuft sie parallel zur B 242 bis Tanne. Von Tanne bis Königshütte fließt die Warme Bode in einem lieblichen Tal um sich dann mit der Kalten Bode zu vereinigen. Gemeinsam werden sie in der Überleitungssperre Königshütte aufgefangen.

Die Rappbode
Ein unterirdischer Wasserstollen bringt das Wasser nach Schneeschmelze und starken Regenfällen in die Rappbodetalsperre. Als Bode fließen sie gemeinsam durch Rübeland und Neuwerk in die Talsperre Wendefurth. Die Rappbode entspringt bei Benneckenstein im Roten Bruch, unweit des Dreiländerecks Thüringen-Niedersachsen-Sachsen/Anhalt. Sie fließt durch Benneckenstein nach Trautenstein und dann in das Talsperrensystem des Ostharzes, der Rappbodetalsperre.

Die Talsperre und die Luppbode
Die Staumauer der großen Rappbodetalsperre grenzt an die Wendefurther Talsperre, hier sind alle drei Boden vereinigt und fließen in das wild romantische Bodetal, das bei Wendefurth beginnt. Herrliche Mischwälder und schöne Flußauen mit üppiger Vegetation sind im Bodetal von Wendefurth über Altenbrak bis Treseburg zu finden. Die vierte Bode, die Luppbode fließt bei Treseburg in die Bode. Die Luppbode hat keine weiten Weg von ihrer Quelle bei Allrode bis zur Mündung zurückzulegen.

Die Schönheit der Bode
Ab Treseburg bis Thale ist das sagenumwobene und wildromantische Bodetal mit seinen hohen kahlen Felsen, ein Naturschutzgebiet besonderer Art. Goethe war bei seiner Harzreise begeistert vom schönen Bodetal. Die Roßtrappe rechts und der Hexentanzplatz links der Bode, sind die bekanntesten Felsen, die tiefste Stelle, der Bodekessel lässt das Rauschen bis hoch auf dem Felsen hören.

Die Wanderung und das Naturerlebnis
Bei hochsommerlichen Temperaturen ist eine Wanderung durch das Bodetal erfrischend und wohltuend. Die Roßtrappe erreicht man über die Schurre, ein beschwerlicher Zick-Zack-Weg lässt oben auf der Roßtrappe mit seinen schönen Rundblick die Strapazen vergessen. Eine Doppelsesselliftbahn bringt die Besucher schnell von Thale auf den Berg. Noch schöner ist eine Fahrt mit der Kabinenseilbahn auf den Hexentanzplatz. Hoch über dem Bodetal sieht man erst das Ausmaß und die Schönheit des Bodetals. Der Hexentanzplatz ist ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel, den das Bergtheater und der Tierpark sind weit über das Land bekannt.

Durch das gut durchdachte Talsperrensystem hat die Bode ihre Macht verloren, denn 2 bis 3 mal im Jahr waren Thale und die anderen Orte im Nordharzrandgebiet mindestens überschwemmt. Jede Schneeschmelze und jeder starke Regen im Oberharz hat die Randharzgebiete in Angst und Schrecken versetzt.